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Die Toten von Friesland

Rätselhafte Morde an der Nordsee

Schiermonnikoog, Aurich, Sylt. Kurz hintereinander werden drei Leichen in unterschiedlichen friesischen Regionen gefunden. Den Opfern sind Botschaften in die Haut geritzt, ein Mordmotiv ist nicht erkennbar. Der junge Kriminalhauptkommissar Marten Jaspari übernimmt die Ermittlungen in Deutschland, stößt jedoch schnell an seine Grenzen. Erst die Zusammenarbeit mit der niederländischen Kollegin Iska van Loon führt zu einem alten Geheimnis und zu einem ungeheuerlichen Verdacht. Als eine weitere Leiche auftaucht, rennt ihnen die Zeit davon – und der Fall spitzt sich dramatisch zu.

Behutsam schlug Marten die Plane zurück. Der Tote lag auf dem Rücken, ein blutverkrustetes, aber bleiches Gesicht schaute ihn an. In der Stirn ein einziges Einschussloch. Die Augen des Toten waren starr geöffnet. Markante Züge, ungefähr dreißig Jahre alt, Dreitagebart. Es roch nach Eisen. Der blaue Pullover, den er getragen hatte, war der Länge nach von oben nach unten durchtrennt und auf die Seite geschlagen worden, wie auch das ehemals weiße T-Shirt darunter, sodass der Oberkörper frei lag.
„Eala Frya Fresena“, las Marten, was in langen, blau unterlaufenen Schnitten über Brust und Bauch geritzt war. Der Wahlspruch von Ostfriesland, vor allem hier in Aurich allgegenwärtig. Auf Deutsch in etwa Steht auf, ihr freien Friesen. Eine Erinnerung an das Recht auf Freiheit. Marten ließ die Szenerie im Ganzen wirken. Es war mehr als ein Mord, das war eine Inszenierung. Es war ein Bild, ein blutiges Bild.

Weitere Informationen zum Roman, Bestellmöglichkeiten sowie (bald) eine längere Leseprobe gibt es hier.